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Eine zweitägige Oberweserfahrt am 21. und 22. August 2011
Ein kurzer Anruf, ein schneller Entschluss, und ich traf mich mit alten Kanufreunden (2 Ehepaare) aus Minden am Sonntagmorgen um 9 Uhr beim WSV Beverungen an der Weser.
Mein Boot wurde umgeladen auf den Bootsanhänger und die Autofahrt nach Hann.-Münden entlang der Weser früh morgens war reizvoll.
Einsatzort war am rechten Ufer, früher eine Umschlagstelle von Kali per Boot nach Bremen.
Ein beginnender Nieselregen hielt uns aber nicht vom Einsteigen ab. Gut mit Regenkleidung versorgt, begann unsere Weserfahrt! Die Landschaft und der Flußlauf der Oberweser hat sich kaum in den letzten fünfzig Jahren, solange ich den Oberlauf kenne, verändert.
Nach 2km rechts das Örtchen Gimte im Talkessel von Volkmarshausen, später eine Fähre, links Hilwartshausen mit Resten eines ehemaligen Klosters.
Dazu fängt links der Reinhardswald und rechts der Bramwald an. In Vaake – km 9, grüßt uns eine gepflegte Uferfront mit Fachwerkhäusern; genau wie in Veckerhagen, wo eine Fähre wie- der beide Ufer verbindet.
Petrus hat Einsicht mit dem Wetter, Zeit zum zweiten Frühstück, natürlich Boote aneinander und treiben lassen! Es war eine himmlische Ruhe!
Nach 19km erblicken wir die markanten Spitztürme der Stiftskirche von Bursfelde, eine ehe- malige Abtei mit Wandmalereien aus dem 11. Jahrhundert.
Nach Gottstreu und Ödelsheim mit Fähre (früher ein Fährmann, der nicht gut auf die Knauten zu sprechen war, da am Anlegeort der Fähre die Kanuten ins Boot stiegen) erreichten wir bei km28 Gieselwerder mit herrlicher Sonne, Ende der 1. Tagestour.
Während die Männer das Auto mit Anhänger holten, gönnten wir Frauen uns Kaffee und Crepes mit Preiselbeeren. Wir verbrachten alle einen schönen Abend mit Erinnerungen.
Der zweite Tag begann mit der Hinfahrt nach Gieselwerder, dort hatten wir die Boote liegen lassen.
Zum Einsetzen schönstes Wetter und über die Weser ist die erste Brücke. Wie ein Wärter steht ein schönes Fachwerkhaus links am Ufer der Brücke. Übrigens ist in Gieselwerder ein DCC-Campingplatz mit einem modernen Schwimmbad direkt am Wasser.
Dann sehen wir den großen Schornstein von Degussa, wo die meiste Grillkohle herge- stellt wird, es ist der Ort Lippoldsberg, wo früher der Dichter Hans Grimm lebte, hier endet der Bramwald.
Weiter ist Bodenfelde, mit Bahnstation nach Göttigen und Northeim und der Beginn des Sollings. Die Weser schlängelt sich wunderbar durch die Landschaft. Rechts und links verlaufen
Fahrradwege, und in Wahmbeck, einem reizenden Örtchen mit Kneipen, wird die Fähre zum Übersetzen für Fahrradtouren genutzt.
Zwischendurch war Mittagszeit, und ich sagte immer wieder, wie schön es ist, fließendes Wasser unter dem Kiel zu haben, keinen Stau!
Nach einer langen Geraden, Kurve und Geraden kam Karlshafen in Sicht. Zweite Brücke, dahinter rechts der bekannte Campingplatz und links mit Fachwerk der alte Pegelturm und die Mündung der Diemel.
Bei km 47 ist die Herstelle mit alter Kahnfähre und oberhalb an der Straße B83 ist das Dreiländereck, NRW – Hessen – Niedersachsen. Das alte AKW von Würgassen ist stillgelegt, nach der Kurve erblicken wir in der Ferne das Bootshaus des WSV Beverungen mit schönem Zeltplatz. Nach getaner Arbeit beendeten wir den Tag mit gemütlichem Kaffeetrinken auf dem Campingplatz. Für mich stand noch die Rückfahrt am Abend nach Essen, währen die Freunde die Woche noch bis Minden gepaddelt sind. Der Älteste war Wilhelm Schmittke mit 81 Jahren!
Es waren zwei herrliche Tage im Kreise der alten Kanufreunde vom Faltboot- und Skiclub Minden.
Ahoi
Eure Waltraud Bleikamp


