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Wanderpaddler auf dem Trockenen
Über Christi Himmelfahrt unternahmen 15 gut gelaunte CEWler bei strahlendem Sonnenschein die lang ersehnte Fahrt nach La Roche an der belgischen Ourthe. Die Ourthe ist ein Nebenfluss der Maas und schlängelt sich durch die wunderbare Landschaft der Ardennen.
Zwar war das herrliche Sommerwetter optimal für´s Zelten und die gute Stimmung, hatte aber für´s Wasserwandern den entscheidenden Nachteil, dass kein Wasser da war. Bei einem Pegelstand von nur wenigen Zentimetern ratschten die Boote über jeden Stein. Bei der ersten Tour mussten die Paddler ihre Boote fast 3 Kilometer durch´s Flussbett ziehen - Wasserwandern der besonderen Art.
Wegen dieser erschwerten Bedingungen blieben die Boote in den nächsten Tagen auf dem Campingplatz, der ganz idyllisch direkt am Ourthe-Ufer lag. Von dort aus beäugten die Paddler minütlich den Wasserstand, die Jungs installierten einen Pegelmesser, und alle hofften, dass aus dem Stausee Wasser abgelassen würde. Das passierte zwar auch, aber nur minimal und erst gegen Abend. So wird wohl sichergestellt, dass die Fische für die Angler nicht auf dem Trockenen sitzen. Den Paddlern nutzte das wenig, da in Belgien eben wegen der Angler ab 17 Uhr keine Boote mehr auf den Flüssen sein dürfen. So mussten die Kanuten schließlich einsehen, dass das Paddeln dieses Jahr wohl ausfallen müsste. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch ( lediglich das Wort "Pegelstand" führte gelegentlich zu leichten Aggressionen) und die Wasserwanderer wanderten bei bestem Wetter frohgemut unter Manfreds und Michael Wolls kundiger Führung statt mit Boot im Fluss mit Stiefeln und Rucksack zehn Meter daneben. So konnten sie die Ourthe aus einer ganz anderen Perspektive kennen lernen. Zu den entdeckten Biberbauten und spitz abgenagten Baumstämmen sagte Helmut:"Ich paddele seit über 30 Jahren, war schon oft auf der Ourthe und habe noch nie gesehen, dass es hier Biber gibt".
In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam dann das Wasser doch noch - von oben, denn es goss in Strömen. Zwar war das zum Campen nicht sehr angenehm, aber der Pegel der Ourthe stieg so weit an, dass die Kanuten vor der Heimfahrt doch noch ein bisschen paddeln und sich ein paar Kilometer ins Fahrtenbuch schreiben konnten.
Alles in allem hatten die Paddler ein tolles Wochenende und danken Sabine Woll und allen, die zum Gelingen der Fahrt beigetragen haben.
Ahoi !
S+D+L+J Müller
Ourthe fast ausgetrocknet


